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06.11.2018 - Kleinostheim verliert nach 13:6 noch 13:14
Ringer-Bundesliga Nordwest: Herber Rückschlag gegen Aachen-Walheim / Tangel feiert zum Einstand Schultersieg / Tiger stürmt die Matte

In der Ringer-Bundesliga Nordwest hat der SC Siegfried Kleinostheim zum Auftakt der Rückrunde einen herben Rückschlag im Rennen um den dritten Gruppenplatz hinnehmen müssen: Beim TV Aachen-Walheim verloren die Unterfranken am Samstagabend mit 13:14. Den Hinkampf hatten die Kleinostheimer noch mit 15:9 gewonnen. Negativ ins Kontor schlug zudem ein anderes Resultat.
Denn der KSV Witten, der sich mit Kleinostheim und Aachen-Walheim um den dritten Platz und damit die Chance auf den Viertelfinal-Einzug streitet, holte bei den nach der WM deutlich veränderten und schwächer aufgestellten Red Devils Heilbronn sensationell einen 15:13-Sieg. Nach Witten müssen die Kleinostheimer am kommenden Samstag reisen und dann unbedingt gewinnen, weil im weiteren Rückrundenverlauf zwei weitere Niederlage gegen Mainz und Heilbronn kaum zu vermeiden sein dürften.
Stichwort „vermeiden“: Vermeidbar war auch das 13:14 in Aachen. Nach den Stilart-Wechseln feierte im 57-Kilo-Greco-Limit Erik Tangel sein Bundesliga-Debüt. Aachens Dennis Schmitz war allerdings kein Prüfstein, ihn hatte Tangel ruckzuck geschultert. Das 4:0 baute im Freistil-Schwergewicht Kevin Schwäbe mit einer starken Leistung gegen den acht Kilo schwereren Kasim Aras auf 6:0 aus. Nach zwei Kämpfen schien der Sportclub auf Kurs, was auch noch bis Mitte der zweiten Halbzeit hinein anhalten sollte.

Schon im dritten Kampf des Abends standen die Kleinostheimer allerdings nicht optimal: Der Rumäne Ion Raul Donu fehlte im 61-Kilo-Freistil-Limit, nachdem er in der Vorrunde noch in der 57-Kilo-Freistil-Klasse eingesetzt worden war und nun weniger Mühe mit dem Abkochen gehabt hätte. Donu war stattdessen mit der Verbandsliga-Mannschaft der Kleinostheimer nach Fulda gereist. Stattdessen kämpfte Jason Markgraf, der in der Hinrunde noch im griechisch-römischen Stil in derselben Gewichtsklasse gerungen hatte, gegen Purya Jamali und stand beim 6:16 letztlich auf verlorenem Posten. Die „Ringerpunkte“ jedenfalls hätten den Einsatz eines weiteren Ausländers im Siegfried-Dress erlaubt.

Felix Radinger, nun im Greco-Halbschwergewicht, erkämpfte dann vor der Pause einen Teampunkt gegen den einstigen Mömbriser Martin Otto. Benjamin Hofmann unterlag Robin Pelzer mit 0:10, fand offensiv kein Mittel. Hier hatten sich die Gäste gewiss eine knappere Niederlage erhofft. Trotzdem führten die Kleinostheimer zur Pause mit 7:6.

Nach dem Wechsel stockten Marcus Plodek (gegen Maximilian Otto) und Roman Duscov (gegen den am Ende fast flüchtenden, völlig ausgepumpten Yaschar Jamali) das Ergebnis mit überzeugenden Darbietungen auf 13:6 auf. Nun aber kam noch das ausländische Trio der Aachener zum Einsatz, nachdem die Rheinländer die ersten sieben Begegnungen durchweg mit deutschen Kräften bestritten hatten.

Zunächst stellte sich zwar Kleinostheims Christopher Fersch dem favorisierten Edgar Babayan entgegen und kam zwischenzeitlich auch zu sechs Zählern. Beim 6:21 nach viereinhalb Minuten musste Fersch aber die technische Überlegenheit seines Gegners anerkennen. Da im letzten Kampf des Abends Aachen Alberts Jurcenko gegen Kleinostheims Sascha Büchner favorisiert war, setzten die Gäste vor allem auf den vorletzten Kampf mit Aleksandar Maksimovic. Anderthalb Wochen nach seinem WM-Viertelfinale musste er beim 1:4 gegen den ebenfalls zur Weltklasse gehörenden Robert Fritsch allerdings einsehen, dass der Gegner körperlich etwas stärker war. Technische Wertungen erzielte in diesem Vergleich keiner der beiden, Fritsch war aber aktiver.

Obwohl die Kleinostheimer zu diesem Zeitpunkt noch mit 13:12 führten, stürmte schon das Aachener Maskottchen - ein Tiger - jubelnd auf die Matte. Büchner schrammte zum Abschluss aufgrund eines 0:3 gegen Jurcenko zwar nur knapp am Team-Remis vorbei, ihm gelang allerdings keine einzige Beinfassung. Nach dem Gong kannte der Jubel der Aachener kaum noch Grenzen - nicht nur beim Maskottchen. jed?

TV Aachen-Walheim - SC Kleinostheim 14:13
57G: Schmitz - Tangel 0:4 (0:4 SN), 61F: P. Jamali - Markgraf 3:0 (16:6), 66G: Pelzer - Hofmann 3:0 (10:0), 71F: Y. Jamali - Duscov 0:3 (1:11), 75G: Fritsch - Maksimovic 2:0 (4:1), 75F: Jurcenko - Büchner 2:0 (3:0), 80G: Babayan - Fersch 4:0 (21:6), 86F: Maximilian Otto - Plodek 0:3 (0:10), 98G: Martin Otto - Radinger 0:1 (2:3), 130F: Aras - Schwäbe 0:2 (3:6), Zuschauer: 200, Kampfrichter: Volker Adam (Idar-Oberstein)

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