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24.02.2018 - Starke Ringer mit Migrationshintergrund
Hessenmeisterschaften der Männer Freistil in Michelstadt


An der Stätte seines bisher größten sportlichen Erfolgs - dem Gewinn der Deutchen Meisterschaft der Junioren - holte sich Yannick Ott (rot) nun auch den Hessentitel im freien Stil. Fotos: Helmut Gasper
"Davon können sie zu den Deutschen Meisterschaften höchstens sechs bis sieben mitnehmen", meinte der langjährige Landestrainer Gerhard Weisenberger nach dem Studium der Teilnehmerliste. Damit lag Weisenberger zwar richtig, eine Indiz für ein schwaches Niveau der Hessenmeisterschaften in Michelstadt war diese Aussage aber keineswegs. Der Widerspruch klärt sich beim Betrachten der Siegerliste auf: Fünf der zehn Hessenmeister sind Sportler mit Migrationshintergrund und darüber hinaus tragen weitere neun Medaillenträger Namen, die nicht gerade deutsch klingen. Diese Sportler sorgten für hohe Qualität der Landesmeisterschaften, nur leider sind sie bei den Deutschen Meisterschaften größtenteils nicht startberechtigt. Dazu müssten sie deutsche Staatsbürger sein.

Wie stark die Sportler mit Migrationshintergrund waren, zeigte sich am deutlichsten im Limit bis 70 kg. Der Deutsche Juniorenmeister Tino Rettinger (RWG Mömbris/Königshofen) unterlag Hossein Alizaeh (ASV Daxlanden) mit 3:4 und musste sich mit Bronze begnügen. Alizaeh seinerseits unterlag Eduard-Stefan Asan (SC Großostheim) mit 3:4 und kam nicht über Silber hinaus. Zweites Beispiel für die starken ausländischen Athleten: In der Klasse bis 74 kg besiegte Hamid Reza Afzali (ASV Griesheim) den hoch eingeschätzten Frederik Linz (ASV Ladenburg) vorzeitig mit 10:0. Nazhavdi Bisultanov (RWG Hanau/Erlensee), Alexandru Asan und Ziaei Mojtaba (beide SC Großostheim) sind die weiteren Hessenmeister mit ausländischen Wurzeln.

Lukas Diehl (ASV Schaafheim) und Niklas Schäfer (KSC Hösbach) dürfen berechtigte Hoffnungen auf eine Nominierung für die Deutschen Meisterschaften hegen. Sie ließen ihren Hessenmeisterschaften im griechisch-römischen Stil vor einer Woche nun auch den Freistiltitel folgen. Beim 11:0-Finalsieg über Monir Ahmad Ahmadi (ASV Griesheim) machte Diehl klar, dass er sich nicht hinter Sportlern verstecken muss, die aus Ländern stammen, in denen Ringen Nationalsport ist. Das demonstrierte auch Schäfer, der Alijan Temori (KSV Neu-Isenburg) ebenfalls mit 11:0 vorzeitig bezwang.

Die vorderen Plätze in der Vereinswertung belegten Vereine, die sich besonders intensiv um die Integration von Sportlern mit Migrationshintergrund bemühen. Der erste Platz ging an den ASV Griesheim, der zehn Ringer aufbot und von denen haben neun einen Migrationshintergrund. Die Frankfurter erzielten 29 Punkte und verwiesen den RSV Elgershausen (27 Punkte) und den SC Großostheim (18) auf die Plätze. 18 Punkte erzielte auch der ASV Schaafheim, der aber nur einen Hessenmeister gegenüber dreien des Nachbarn Großostheim stellte.


Nazhavdi Bisultanov (blau) besiegte Antony Iuliani und sicherte sich die Hessenmesiterschaft in der Klasse bis 57 kg.


Hamid Reza Afzali (blau) besiegte den hoch eingeschätzten Frederik Linz mit 10:0 und gewann damit die Hesenmeisterschaft im Limit bis 74 kg.


Lukas Diehl (blau) holte das Double. Nach dem Gewinn des Greco-Titels vor einer Woche ließ der Schaafehimer nun auch den Gewinn der Hessenmeisterschaft im freien Stil folgen.


Das Double schaffte auch Niklas Schäfer (rot), der sich unter anderem gegen Leon Kinzel durchsetzte.


Die Partie zwischen Tino Rettinger und Mischa Mamoyan stand auf hohem Niveau. Rettinger gewann mit 10:5, aber das reichte nicht zum Titelgewinn.

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