| 14.01.2012 - Hessische Legionäre gehen für ihre Heimatvereine an den Start |
| Insgesamt elf Legionäre hat der Hessische Ringerverband für die Einzelmeisterschaften wieder in seinen eigenen Reihen. Denn alle Ringer, die während der laufenden Mannschaftsrunde für Vereine außerhalb des Hessischen Ringerverbandes auf die Matte gehen, entschieden sich für ihren Heimatverein zu starten. Gemäß § 11 der DRB-Startberechtigungsbestimmungen (StBB) können Ringer eine Sonderteilnahmeberechtigung für einen Zweitverein/Heimatverein erhalten. Die Sonderteilnahmeberechtigung berechtigt den Einsatz bei Einzelmeisterschaften und ist auf ein Kalenderjahr beschränkt. |
Große Talente wie Lukas Höglmeier und Martin Daum, die mit ihren Vereinen SV Germania Weingarten und KSV Köllerbach um den deutschen Mannschaftsmeistertitel ringen, unterstützen ihre Heimatvereine TSV Gailbach und KSV Seeheim und den Hessischen Ringerverband mit ihrer Entscheidung. Auch Pascal Eisele und Michel Schneider gehören zu den Athleten, die mit ihren Mannschaften ASV Mainz 88 und SC Luckenwalde in der Endrunde eine große Rolle spielten, jedoch zurück zu ihren Wurzeln gehen und für den SV Fahrenbach und dem KSV Seeheim um Einzelmedaillen ringen. Im Gegenzug bieten auch Verein und Verband die nötige Unterstützung beim täglichen Training und bei der Finanzierung von Lehrgangs- oder Wettkampfmaßnahmen. Ein Beispiel ist der Aschaffenburger Felix Radinger. Der 23jährige Student lernte das Ringen beim TSV Gailbach und trainiert täglich im Ringer-Leistungszentrum Aschaffenburg. Durch seine nationalen Erfolge von der C-Jugend bis zu den Männern wurde der TKSV Bonn-Duisdorf auf den Ausnahmeathleten aufmerksam. Radinger wechselte vom Zweitligisten Gailbach zum Bundesligaclub an den Rhein. „Das ist ein Geben und Nehmen“ so Radinger und überlegt keine Sekunde weiter. „Der Heimatverein und auch der Verband hat über Jahre sehr viel Arbeit und Kraft in mich investiert. Meine Trainer Thomas Köth und Bernd Fröhlich unterstützen mich noch heute. Damit kann ich allen etwas zurückgeben“. Wie Radinger hat sich auch der Hösbacher Tahir Zaidov für seinen Heimatverein KSC Hösbach entschieden. Zaidov ist Geschäftsführer eines Hösbacher Getränkehandels und ringt in der Bundesliga für den ASV Mainz 88. „Für Mainz 88 in der Bundesliga zu ringen bereitet mir sehr viel Spaß. Doch ich habe in Hösbach meine zweite Heimat gefunden. Ich trainiere immer im Leistungszentrum. Deshalb möchte ich auch was für meine neue Heimat tun“. Auch innerhalb des Hessischen Ringerverbandes nehmen drei Sportler das Zweitstartrecht in Anspruch. Die Zweitligaringer Simon Scheibein (RWG Mömbris/Königshofen) und Tobias Schröder (SC Kleinostheim) wollen für ihre Heimatvereine KSV Waldaschaff und SV Fahrenbach starten. Der Großostheimer Daniel Seibold ringt die Turniere für den KSV Wersau.
Hessische Ringer mit Zweitstartrecht 2012:
Lukas Höglmeier (SV Germania Weingarten / TSV Gailbach). – Marcus Plodek (KSV Schriesheim / TSV Gailbach). – Felix Radinger (TKSV Bonn-Duisdorf / TSV Gailbach). – Marcel Fornoff (SV Hallbergmoos / TSV Gailbach). - Tahir Zaidov (ASV Mainz 88 / KSC Hösbach). – Martin Daum (KSV Köllerbach / KSV Seeheim). – Michel Schneider (SC Luckenwalde / KSV Seeheim). – Daniel Seibold (SC Großostheim / KSV Wersau). – Tobias Schröder (SC Kleinostheim / SV Fahrenbach). – Pascal Eisele (ASV Mainz 88 / SV Fahrenbach). – Simon Scheibein (RWG Mömbris/Königshofen / KSV Waldaschaff). – Simon Pilzweger (AC Lichtenfels / SC Großostheim). – Waldemar Streib (TKSV Bonn-Duisdorf / KSC Niedernberg). – Benjamin Hofmann (KSV Schriesheim / RWG Mömbris/Königshofen).
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