| 13.01.2012 - RWG Mömbris/Königshofen II verteidigt Titel |
Kein Aufsteiger aus der 2. Bundesliga-Mitte – ASV Schaafheim steigt ab
Was die RWG Mömbris/Königshofen erfreut, passt DRB-Vizepräsident Karl Rothmer überhaupt nicht ins Konzept: Die Reserve des Erstligisten verteidigte ihren Titel in der 2. Bundesliga-Mitte erfolgreich und verwies am letzten Kampftag den TV Aachen-Walheim auf Rang zwei. Das Dilemma: RWG Mömbris/Königshofen II kann nicht aufsteigen und Aachen-Walheim muss nicht aufsteigen. Nach Lage der Dinge werden die Westdeutschen auch nicht in Liga eins aufrücken. Ihr Vorsitzender Reiner Ferken erklärte in einem Interview des Belgischen Rundfunks: "Wir steigen nur als Meister auf." Karl Rothmer kommen die Aufsteiger in die erste Liga abhanden, zumal die Neuntplatzierten der beiden Erstligagruppen auch kein großes Interesse für den Verbleib in Liga eins zeigen. |
Das Dilemma von Karl Rothmer überschattet eine insgesamt gute und spannende Zweitligarunde. Bis auf Aufsteiger ASV Schaafheim konnten sich alle Mannschaften gegenseitig zu besiegen. Der Meister wurde erst am letzten Kampftag gekürt und ebenso waren die übrigen Treppchenplätze bis zuletzt offen. RWG Mömbris/Königshofen II führte lange die Tabelle an, bis man am viertletzten Kampftag in Aachen-Walheim mit 17:24 unterlag. Die Westdeutschen übernahmen die Tabellenführung punktgleich vor dem Spessartclub. Der letzte Kampftag brachte die Entscheidung. Während Mömbris/Königshofen auf eigener Matte gegen KSC Niedernberg 20:17 gewannen, unterlag Aachen-Walheim in Hösbach mit 14:21. Die Plätze wurden wieder getauscht.
Eng ging es auch im Kampf um Rang drei zu, KSV Witten, KSC Niedernberg, KSC Hösbach und KSV Seeheim waren nur einen Punkt auseinander. Witten schaffte den Sprung auf das Treppchen mit einem 22:16-Erfolg beim KSV Seeheim. Niedernberg brachte sich mit der 17:20-Niederlage beim Meister RWG Mömbris/Königshofen II selbst um den Podiumsplatz und Hösbach verhalf auch der Sieg über Aachen-Walheim nicht in die Medaillenränge. "Blech" auch für Seeheim, das einen Platz in der oberen Tabellenhälfte als Saisonziel proklamierte. Die Südhessen brachten sich selbst um eine bessere Platzierung, als sie gegen Hösbach nach einem Aufstellungsfehler an der Waage verloren.
In der zweiten Tabellenhälfte waren die Plätze schon frühzeitig vergeben. Der TSV Gailbach landete nach starkem Saisonbeginn nur auf Rang sieben und beim SC Kleinostheim versprach man sich nach hochkarätigen Neuzugängen sicherlich mehr als Platz acht. Deutlich schon der Abstand zum TSV Burgebrach, der mit fünf Punkten Rückstand auf Rang neun einlief. Die Oberfranken gewannen aber beispielsweise in Hösbach und Witten und demonstrierten damit, wie ausgeglichen die Liga in dieser Saison war.
Beim ASV Schaafheim wird man froh sein, dass die Runde vorbei ist. 18 Saisonkämpfe, kein Sieg, zum Teil deklassierende Niederlagen, das geht nicht spurlos vorüber, das zehrt am Nervenkostüm. Angesichts dieser Situation verhielten sich Sportler und Funktionäre mehr als fair und verantwortungsbewusst. Man versuchte immer die beste Mannschaft zu stellen, das Beste zu geben. Es hat nicht zu mehr gereicht und das muss akzeptiert werden. Im Sport gibt es Sieger und Verlierer. Der ASV Schaafheim zählte diesmal zu den Verlierern, aber er hat diese Bürde mit erhobenem Haupt getragen.
hega
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