| 13.01.2012 - SC Großostheim steigt in die 2. Bundesliga auf |
Spannende Entscheidungen in Hessen- und Oberliga – Kleinostheim II, Immenhausen und Schaafheim II sind die weiteren Titelträger
Drei der vier hessischen Ligen waren in der Saison 2011 komplett mit zehn Mannschaften besetzt. Einzig die Landesliga nahm den Wettkampfbetrieb mit neun Mannschaften auf, weil der AC Eintracht Frankfurt seine Mannschaft nach einem verlorenen Rechtsstreit um den Namen "Eintracht" zurückzog. |
In der Oberliga Hessen fielen die Entscheidungen schon vorzeitig. Vier Wochen vor Saisonschluss stand der SC Großostheim als Meister und eine Woche später der AC Goldbach als Vizemeister fest. Großostheim war die dominierende Mannschaft in der Oberliga, die sich nur zwei Ausrutscher leistete. In der Vorrunde musste sich die Mannschaft von Trainer Engin Ürün nur der Gailbacher Reserve beugen. Als der Titel bereits unter Dach und Fach war, ließ man es langsamer angehen und unterlag prompt bei der FSV Münster. Vizemeister AC Goldbach zog dagegen zweimal gegen Großostheim den Kürzeren. Weil die Aufstiegsrunde ausfällt, steigt der SC Großostheim direkt in die 2. Bundesliga auf.
Spannend war der Kampf um Platz drei, um den sich die ASV Dieburg und der SV Fahrenbach stritten. Lange schien Fahrenbach das Rennen zu machen. Am letzten Kampftag wendete sich das Blatt. Während Fahrenbach in Goldbach unterlag, fuhr Dieburg gegen den KSC Krombach die entscheidenden Punkte ein.
Nach zehnjähriger Oberligazugehörigkeit muss die FSV Münster die höchste hessische Liga verlassen. Am Ende flackerte noch einmal ein Lebenszeichen auf, als man gegen Großostheim gewann und gegen Goldbach knapp mit 19:21 verlor. Zu spät, denn die entscheidenden Kämpfe gegen den Mitabstiegskonkurrenten SG Arheilgen gingen verloren.
Ein Zweikampf zwischen SV Einigkeit Damm und SC Kleinostheim II stand im Mittelpunkt der Meisterschaftsentscheidung in der Hessenliga. Damm hielt zur Halbzeit die besseren Trümpfe in den Händen. Die Mannschaft gewann das Treffen gegen Kleinostheim II recht deutlich mit 22:16. Der Rückkampf in Kleinostheim endete 20:20 und damit schien alles auf den Titelgewinn des Traditionsvereins hinauszulaufen. Vier Kampftage vor Saisonschluss dann die Wende. Damm unterlag auf eigener Matte dem AV Alzenau mit 20:21 und kam zwei Wochen später wieder auf eigener Matte gegen ASV Griesheim nicht über ein 20:20 hinaus. Die Kleinostheimer Zweitligareserve sagte Danke, gab sich keine Blöße mehr und holte die Meisterschaft mit einem Punkt Vorsprung auf die Einigkeit. Mit deutlichem Rückstand belegte RWG Mömbris/Königshofen III den dritten Podestplatz. SRV Kahl steigt in die Landesliga ab. Die Unterfranken sendeten Lebenszeichen, als der Zug längst abgefahren war.
Einen Dreikampf um die Meisterschaft erlebte die Landesliga. In der Vorrunde schien alles auf den SRV Dettingen hinauszulaufen, der mit weißer Weste die Tabelle anführte. In der Rückrunde zerplatzten die Meisterschaftsträume nach Niederlagen gegen Wasserlos, Neu-Isenburg und Immenhausen. Nachdem Neu-Isenburg im letzten Vorrundenkampf Immenhausen bezwang und Dettingen in der Rückrunde schwächelte, schien die Meisterschaft auf die Hugenottenstädter hinauszulaufen. Das änderte sich am vorletzten Kampftag, als der KSV Wersau dem Spitzenreiter ein 18:18-Remis abtrotzte. Immenhausen ging mit einem Punkt Vorsprung in Führung und es kam am letzten Kampftag zu einem echten Finale zwischen dem ehemaligen Zweitligisten und Neu-Isenburg. Der TSV Immenhausen ließ sich die Chance nicht entgehen und holte mit dem 20:17-Sieg die Meisterschaft nach Nordhessen. Den neunten und letzten Tabellenplatz belegt der KSV Pfungstadt. Da die Liga nicht komplett besetzt war, muss Pfungstadt nicht absteigen, besitzt aber ein Abstiegsrecht.
Ursprünglich wollten zwölf Mannschaften in der hessischen Gruppenliga ringen. Es wurden zwei Sechsergruppen gebildet, wobei die drei Erstplatzierten beider Gruppen in einer Aufstiegsrunde den Meister und die Viert- bis Sechstplatzierten in einer Platzierungsrunde die Ränge sieben bis zwölf auskämpfen sollten. Bis Saisonbeginn gab es zwei Rückzüge. Weil die Hallenplanung bei den meisten Vereinen schon stand, beließ man es bei zwei Fünfergruppen. Die Viert- und Fünftplatzierten qualifizierten sich für die Platzierungsrunde.
Lange sah es danach aus, als würde die Schaafheimer Zweitligareserve ungefährdet das Rennen machen. Weil am Ende Ringer in der Zweitligamannschaft aushelfen mussten, wurde es aber noch mal eng. Die Meisterschaft wurde am letzten Kampftag entschieden, als Schaafheim II in Ober-Ramstadt mit 16:12 gewann.
hega
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